Freitag, 30. Januar 2026

NUMINOUS by Danny Reinke feat. Sungyi Lee



Natur ist omnipräsent. Mit Numinous präsentierte Danny Reinke zur Berlin Fashion Week eine Kollektion, die den Wald nicht als bloße Kulisse, sondern als eigenständige Kraft versteht. Die Inszenierung verdichtete den Raum zu einer intensiven, beinahe rituellen Atmosphäre, getragen von Live-Musik, gedämpfter Lichtführung und einer klaren erzählerischen Dramaturgie. Die Kollektion bewegt sich zwischen Prêt-à-Couture und skulpturalen Entwürfen, deren Silhouten zugleich Geborgenheit und Fragilität vermitteln. 

Volumen trifft auf präzise Schnitte, lange Linien auf fragmentierte Formen. Mäntel, Kleider und Ensembles aus Fake Fur sowie Schurwolle nehmen eine zentrale Rolle ein. Beinahe lebendig, erscheinen sie wie tierhafte Wesen, die sich aus dem Dunkel lösen und den Raum aufmerksam beobachten. Im Mittelpunkt der Gestaltung steht Materialität. So entstehen aus einem bewussten Materialmix aus Tüll, transparenten Stoffen sowie recycelten und Deadstock-Textilien Kleidungsstücke mit einzigartigen Oberflächenstrukturen. Teile der Kollektion wirken bewusst unvollständig – organisch gewachsen, wie Momentaufnahmen eines fortlaufenden Prozesses. Großvolumige Tüllsilhouetten und ausladende Rüschen, scheinen jenseits klarer Konturen wie in steter Bewegung. Dieses Spiel von Form und Auflösung setzt sich in surreal gestalteten Gesichtern aus aufwendigem Leder-Patchwork und Perlenapplikationen fort, inspiriert von der expressiven Bildwelt Edvard Munchs und Ernst Ludwig Kirchners: verzerrt, intensiv, zwischen innerer Anspannung und Ausdruckskraft oszillierend. 

Ein wesentlicher Bestandteil der Kollektion sind selbst gewebte Stoffe aus gesammelten Restmaterialien. Seile, Woll-, Filz- und Lederreste, Bast und andere Naturmaterialien verschiedenster Herkunft verschmelzen zu einem neuen, eigenständigen Gewebe. Handgestrickte Pullover, Mützen, Handschuhe und Accessoires von grober Struktur fügen der Kollektion eine Ebene von Schutz und Wärme hinzu. Leichte, chiffonartige Materialien legen sich wie Nebel im Morgengrauen über schwere Texturen, lösen sie partiell auf und schaffen flüchtige Kontraste. So fügt sich das Bild einer Kollektion, die zwischen Natur und Kunstwelt, zwischen äußerer Realität und innerer Wahrnehmung oszilliert – geheimnisvoll, roh und zutiefst emotional.

Die Farbpalette bleibt bewusst reduziert und erdig. Unterschiedliche Braun- und Grautöne sowie moosgrüne Nuancen prägen das Gesamtbild, ergänzt durch gebrochene Naturfarben. Vereinzelte helle Akzente in Weiß und Creme setzen gezielte Lichtpunkte – wie Lichtungen im Wald. Nichts drängt sich in den Vordergrund; alles wirkt konzentriert, ruhig und atmosphärisch verdichtet.

Alle Fotos wurden mit dem neuen Smartphone Motorola Edge 60 Pro gemacht. Weitere Infos zu allen Motorola-Modellen gibt es auf https://www.motorola.com/de/de/homepage



















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