Anlässlich des Internationalen Tages der Familie fand am 11. Mai 2026 im Berliner Zoo Palast eine tiefgreifende Sondervorführung des Films ‚Ich sterbe, kommst du?‘ statt. Die Veranstaltung war eine Kooperationsveranstaltung von barnsteiner-film mit dem Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V. (HPV Berlin e.V.) und wurde zu weit mehr als einer bloßen Filmvorführung – sie wurde zu einem flammenden Plädoyer für die Würde am Lebensende.
Regisseur Benjamin Kramme widmet sich in seinem Werk einem Thema, das in unserer Leistungsgesellschaft oft an den Rand gedrängt wird. Im Zentrum steht die 38-jährige Nadine, deren Leben durch eine Krebsdiagnose im Endstadium jäh aus den Fugen gerät. Der Film begleitet ihren Einzug in ein Hospiz und zeigt dabei ungeschönt, aber zutiefst empathisch, was es bedeutet, Abschied zu nehmen. Kramme gelingt das Kunststück, die Stille und die Schwere der Hospizarbeit einzufangen, ohne die Hoffnung aus den Augen zu verlieren. Er macht sichtbar, dass das Hospiz nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern vor allem ein Ort des intensiven Lebens bis zuletzt ist.
Die Atmosphäre im vollbesetzten Kinosaal war von einer spürbaren Intensität geprägt. Als das Licht nach dem Abspann langsam anging, herrschte zunächst ehrfürchtige Stille, bevor ein langer Applaus einsetzte. In der anschließenden Diskussionsrunde gewährte Benjamin Kramme Einblicke in die schwierige Entstehungsgeschichte des Projekts. Er berichtete von den Hürden der Filmförderung: Viele Entscheider scheuten das „schwere Thema“, da der Tod als kommerziell riskant gilt. „Gerade deshalb war es eine Herzensangelegenheit, diesen Film zu machen – wir brauchen diese Bilder, um die Sprachlosigkeit zu überwinden“, so Kramme.
Der bewegendste Moment des Abends gehörte jedoch der „echten“ Nadine. Dass die Protagonistin des Films persönlich anwesend war, verlieh der Veranstaltung eine außergewöhnliche Authentizität. Mit einer beeindruckenden Klarheit sprach sie über ihre Ängste, den körperlichen Verfall und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Ihre Schilderungen über den Alltag im Hospiz nahmen dem Ort den Schrecken und ersetzten ihn durch das Bild einer fürsorglichen Gemeinschaft.
Einen fulminanten Schlusspunkt setzte Nicole Stapel mit einem selbst verfassten Poetry Slam. Die Mitte 30-jährige Mutter zweier minderjähriger Kinder war wie Nadine selbst betroffen – lange war nicht klar, ob sie weiterleben darf. Wir haben sie für das Podiumsgespräch eingeladen, da sie authentisch die im Film dargestellte Gleichzeitigkeit von Abschied und Weiterleben selbst erlebt hat. In ihren Zeilen balancierte sie zwischen der Zerbrechlichkeit der Existenz und einem unbändigen Lebenswillen. Zugleich thematisierte sie die Sprachlosigkeit und Überforderung der anderen, die sie aber so dringend als Unterstützung an ihrer Seite gebraucht hätte – die sorgende Gemeinschaft. Die Kraft ihrer Worte war so unmittelbar, dass viele Gäste sichtlich mit den Tränen kämpften.
Der minutenlange Applaus und die stehenden Ovationen am Ende waren nicht nur dem Film, sondern vor allem der Tapferkeit der Frauen gewidmet, die dem Tod mit erhobenem Haupt begegnen.
Dieser Abend im Zoo Palast hat eindrucksvoll bewiesen, dass Kino dann am stärksten ist, wenn es den Mut hat, dorthin zu sehen, wo es wehtut. „Ich sterbe, kommst du?“ leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und bricht das Tabu rund um das Sterben auf – zugunsten einer Menschlichkeit, die uns alle angeht. (Filmszenenfotos: Barnsteiner-Film).
Die Premierenfotos wurden mit dem neuen Smartphone Motorola Edge 60 Pro gemacht. Weitere Infos zu allen Motorola-Modellen gibt es auf https://www.motorola.com/de/de/homepage






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